Atommacht Nordkorea

von Niklas Waglechner

Korea ist gespalten. Der Süden steht für eine neue Zeit, für wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt, für den Kapitalismus. Der Norden hingegen, repräsentiert den Kommunismus, den Kalten Krieg und das Wettrüsten, der Mächte. Er steht für eine alte und schon längst vergangene Zeit.

 

Nordkorea ist eine Atommacht. Wie es dazu gekommen ist und welche Gefahren das mit sich bringt, erfährst du in diesem Artikel.

 

1905 marschierte Japan in Korea ein. Fünf Jahre später wurde es komplett annektiert. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges besetzen die USA und die Sowjetunion das Land. Im Norden herrschte der Kommunismus. Es entstand eine an die UDSSR gebundene Diktatur. 1950 versuchte Nordkorea mit Hilfe des großen Bruders den Süden einzunehmen. Das Vorhaben scheiterte.

 

Die USA wollte als Rache 50 Atombomben auf Nordkorea abwerfen. Nur mit Mühe konnte die UNO das verhindern. Man installierte stattdessen in Südkorea, als Abschreckung, ein Raketensystem. Es bildete sich ein kleiner Eiserner Vorhang.

 

Bis in die 1990er erlebte Nordkorea mit der UDSSR einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1991 zerfiel die Sowjetunion. Die asiatische Diktatur stand nun allein da. Das Land wurde von Hungersnöten, Armut, Revolten etc. geplagt. Zum Glück hatte das Regime eine gute Idee. Es baut einfach Atomwaffen und erpresst den Westen.

 

1994 traf die NATO mit Nordkorea ein Abkommen. Der Westen leistet an Nordkorea "Hilfszahlungen" und liefert Lebensmittel ins Land. Dafür sollte Nordkorea das Atomprogramm beenden. Nach ein paar Jahren wurde das Geld wieder knapp und das Spiel wiederholte sich. Nur dass der Westen keine Hilfszahlungen mehr leistete, sondern Sanktionen verhing.

 

Nordkorea schottete sich immer mehr und mehr von der Welt ab. Der Lebensstandard sank von Jahr zu Jahr. Man baute von dem Geld Atomwaffen, statt damit den Menschen zu helfen. Nordkorea rühmte sich, die größte Atommacht der Welt zu sein. Es fand eine Annäherung zu China statt. Der Westen knickte ein und vereinbarte wieder ein Antiatomabkommen mit Nordkorea. Nach ein paar Jahren wurde das Geld wieder knapp. Erneut startete das Regime das Atomprogramm. Der Westen blieb diesmal aber hart. Ein weiteres Mal griff man zu den Sanktionen. 

 

In den Folgejahren verlagerte China Teile seiner Produktion nach Nordkorea. Der Vorteil: Billige Arbeitskräfte und kaum Versorgungskosten. China und Nordkorea sind kommunistische Länder. Das Regime bekam endlich wieder genug Geld für Atomwaffen. 2017 war die Bedrohung so groß, dass die USA ein Treffen mit dem Führer des Staates vereinbarte. Kim Jong-un kam nach Washington. Man inszenierte die Zusammenkunft zwischen Trump und Kim als einen Schulterschluss des Westens mit Nordkorea. Trump redete sogar von einer Liebesgeschichte.

 

Natürlich ist Nordkorea heute eine große Bedrohung. Aber nicht für uns und nicht für die USA, höchstens wirtschaftlich. Angst haben müssen Südkorea, Japan, Taiwan. Die Bürger Nordkoreas werden durch Propaganda manipuliert und hausen in Armut, während der Staatschef, Kim Jung-un, ein Vertreter des Kommunismus, in Reichtum lebt und Unsummen von Geld für Spielzeuge, Fernseher, Autos etc. ausgibt.

 

Ich bin gespannt, wie es in den nächsten Jahren mit Korea weitergeht und wie der neue Präsident der USA damit umgehen wird.