Backtrend im Lockdown

Hannah Scheidl

Während des Corona-Lockdowns kam ein regelrechter Back-Hype auf. Aber wieso eigentlich?

Das Coronavirus kam, die Leute blieben zu Hause.

 

In heimischen Küchen wird derzeit so viel Teig geknetet wie schon lange nicht mehr. Sauerteig wird angesetzt und sogar über Internet-Börsen verteilt. Viele Menschen haben in der Corona-Zeit das Brotbacken für sich entdeckt.

Eine Leidenschaft, die Zeit braucht, die dank Homeoffice oder Kurzarbeit momentan vorhanden ist. Und viele lernen durch das Hobby auch die Arbeit der Bäcker noch mehr zu schätzen. 

 

 

"Heftiges Interesse" am Brotbacken

 

Die beiden offensichtlichsten Gründe für die Backbesessenheit: Man hat viel Hunger, man hat viel Zeit. Aber wieso verfielen so viele ausgerechnet einem Backwahn?
Es hätten ja auch alle anfangen können, Autos umzubauen, dass ist ebenfalls praktisch und zeitaufwendig.

 

Immer mehr Menschen sind am Anfang der Epidemie auf einer Konsumwelle mit geschwommen. Das schien zunächst irgendwie gut zu sein, um im Notfall einen Vorrat zu haben.
Viele wussten aber dann gar nicht was sie mit den gekauften Lebensmitteln machen sollen, insbesondere mit dem Mehl.


Es wurde immer wieder erwähnt, dass man mit Mehl ja Brot backen könne.
Natürlich wurden auch Kuchen gebacken, und es wurde mehr gekocht, aber bei keinem Produkt war der Anstieg so wie beim Brot. Außerdem ist einfach entspannend und ein guter Ausgleich zur Kopfarbeit.

 

Ob Dinkel, Weizen oder Roggen, mit Körnern oder ohne, aus dem Topf oder vom Blech – an Rezepten und Varianten mangelt es im Netz nicht.


Einen regen Austausch und immer wieder neue Fotos von knusprigen Kreationen gibt es zum Beispiel in Facebook-Gruppen.