Der Karpfen - der König der Waldviertler Teichwirtschaft

Thomas Traunfellner

Der Karpfen ist der älteste Kulturfisch in Mitteleuropa und eine der bekanntesten Fischarten überhaupt. Auch im Waldviertel wird der Karpfen schon lange gezüchtet.

 

Ursprünglich kommt er aus den Zuflüssen rund um das kaspische Meer, das Schwarze Meer und den Aralsee, doch er hat sich in ganz Mitteleuropa ausgebreitet.

 

Der Wildkarpfen ist die Urform des Karpfens, von dem alle weiteren Zuchtformen abstammen. Sie sind durch ihr unterschiedliches Schuppenkleid zu unterscheiden. Generell ist der Karpfen ein recht hochrückiger Fisch, je nach Art und Lebensraum kann dessen Färbung stark variieren.

 

Karpfen, die in Flüssen leben, sind meist heller als ihre in Teichen lebenden Artgenossen. Unterschieden werden die Karpfen in Wildkarpfen, Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen, Zeilkarpfen und Lederkarpfen.

 

Der Karpfen ist ein Friedfisch. Er ernährt sich vorwiegend von Würmern, Muscheln, Schnecken, Insektenlarven oder kleinen Krebsen. Sie haben keine Zähne am Kiefer, jedoch drei Reihen kräftige Schlund-Zähne.

 

Sie können sehr alt, also auch groß und schwer werden. Es gibt eine thailändische Karpfenart, die bis zu 60 kg schwer werden kann. Unsere heimischen "Weihnachtsmenüs" werden meisten nur 3- 14 kg schwer.

 

Der Fisch kann auf verschiedene Arten zubereitet werden. Man kann ihn braten, im Backrohr backen, auf dem Grill zubereiten oder dünsten. Um ihn zubereiten zu können, muss er vorher betäubt, danach getötet und dann entschuppt werden. Wirklich gut schmeckt der Fisch nur, wenn er im Zeitraum zwischen dem Fangen und dem Abschlagen in sauberem Wasser für 2- 3 Tagen in klarem sauberem Wasser schwimmt.

 

Der Karpfen ist als Weihnachtsmal sehr bekannt, da am Heiligen Abend Fleisch aus religiösen Gründen für Christen verboten ist.

 

Meine Familie besitzt einen eigenen Fischteich mit ca. 30 großen Karpfen und schätzungsweise 50 jungen Karpfen.