Die Todesstrafe

von Niklas Waglechner

Im Internet hört man oft von Leuten, die unschuldig zum Tode verurteilt wurden und die so ihr Leben und viel Zeit ihres Daseins verloren haben. Es stellt sich dabei die Frage, ob die Todesstrafe heute überhaupt noch gerechtfertigt ist. Im folgenden Artikel werde ich genauer erörtern, warum die Todesstrafe überall auf der Welt abgeschafft werden sollte. 

 

Manche Leute können nichts für ihre Tat, weil sie eine geistige Krankheit oder Behinderung haben. Diese Menschen haben einen Tick oder Phasen, in denen sich ihr Verstand ausschaltet und sie eine Panikattacke oder einen hysterischen Anfall haben. In diesen Zeiträumen verletzen oder töten sie Menschen. Nach diesen Anfällen haben sie alles vergessen und bereuen ihre Tat. Auch gibt es Leute, die eine generelle geistige Störung haben. Diese können gar nicht klar denken und sind auf dem geistigen Niveau eines Kindes. Trotz dieser Tatsachen kommt es vor, dass solche Leute zu einer Gefängnisstrafe oder Todesstrafe verurteilt werden, statt ihnen zu helfen.

 

Auch Justizirrtümer können bei Todesstrafe nicht mehr rückgängig gemacht werden. Es gibt auch Menschen, die unschuldig verurteilt werden. Wenn nach ein paar Monaten der wahre Täter gefunden wird, ist es meist für den Verurteilten schon zu spät. In den USA stellt sich bei 70 Prozent der zum Tode Verurteilten heraus, dass sie die ihnen vorgeworfene Tat nicht begangen haben. Das liegt daran, dass in solchen Prozessen viel Emotion mitschwingt und dass es in den USA noch immer viel Rassismus gibt und so eher schwarze eines Mordes bezichtigt und verurteilt werden.

 

Dadurch sitzen Menschen Jahre lang im Todestrakt und warten auf ihre Hinrichtung. Wenn sie irgendwann doch freikommen, weil ihre Unschuld bewiesen worden ist, haben sie Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte ihres Lebens verloren und müssen neu anfangen. Ein Beispiel hierfür wäre Mamon Thibodeaux. Er wurde einer Vergewaltigung bezichtigt, die er nie begangen hatte und musste 16 Jahre im Todestrakt verbringen. Schließlich konnte man seine Unschuld beweisen. Er konnte seinen Sohn nicht beim Aufwachsen zusehen.

 

Dazu kommt, dass Gleiches nicht mit Gleichem vergolten werden sollte. Wenn ein Mörder sterben muss, so auch der, der ihn hinrichtet. Oder? Das würde immer so weitergehen. Wann ist ein Mord an jemanden gerechtfertigt und wann nicht. Mord hört nicht durch Mord auf und die Opfer kommen so auch nicht mehr zurück. Wenn der Bruder eines Mordopfers seine Schwester rächen will und so ihren Mörder umbringt, ändert sich nichts an der Situation. Nur sitzt jetzt statt dem Mörder, der Bruder des Opfers im Gefängnis.

 

Abschließend muss man sagen, dass die Todesstrafe abgeschafft werden muss. Niemand sollte über das Leben anderer entscheiden dürfen. Vor allem nicht, wenn diese krank oder unschuldig sind. So hoffe ich, dass die Todesstrafe in Zukunft nicht mehr zum Einsatz kommt und Verbrecher stattdessen ihre Taten bereuen.