Elektroautos

von Fabian Honeder

Es gibt viele Mythen rund um Elektroautos. Zum Beispiel, dass der Akku bei der Produktion mehr CO2 generiert als es ein Verbrenner Motor CO2 in die Atmosphäre abgibt.

 

Akku

Nach ca. 30.000 Kilometern ist das Elektroauto CO2 Neutraler als ein vergleichbarer Verbrenner. Obwohl die Akku-Herstellung viel CO2 in die Atmosphäre abgibt, so muss Erdöl, also die Vorstufe von Benzin/Diesel aus dem Erdboden gefördert werden, transportiert, raffiniert und nochmal transportiert werden, bis er schließlich in den Verbrenner Motor kommt, wo er dann zusätzlich noch CO2 abgibt.

 

Bei der Produktion eines Akkus kommt es auch darauf an, woher der Strom kommt. Wenn der Strommix „grüner“ ist, was er immer mehr wird, verbraucht die Akku-Herstellung auch weniger CO2, wodurch Elektroautos mit der Zeit immer Klimaneutraler werden.

 

Was noch hinzukommt ist, dass ein Elektroauto bis zu 250.000 Kilometer fahren kann. Das liegt daran, dass es weniger bewegliche Teile gibt. Auch der Motor hat viel weniger bewegliche Teile und wird dadurch nicht so viel abgenutzt.

 

Dadurch sind die Erhaltungskosten eines Elektroautos sehr viel geringer als die von anderen Autos. Viele Menschen behaupten auch, dass die Energiekapazität eines Akkus mit der Zeit sehr viel weniger wird, doch dies stimmt nur zum Teil. Nach ca. 200.000 Kilometern haben die meisten Akkus noch über 80% ihrer anfänglichen Kapazität.

 

Zu wenig Reichweite

Der Mythos, dass man ein Elektroauto wegen der geringen Reichweite nicht effizient nutzen kann, ist falsch. Österreicher fahren ca. 34 Kilometer/Tag. Selbst die kleinsten Elektroautos haben ca. eine Reichweite von 100 Kilometern, es gibt auch Autos mit weit über 300 Kilometer Reichweite. Wenn man dann bedenkt, dass die meisten Menschen ihr Auto zuhause oder auf ihren Arbeitsplatz laden werden, fällt einem auf, dass das Elektroauto alltagstauglich ist.

 

Selbst die Reise in den Urlaub sollte kein Problem sein. Denn im Schnitt sind alle 100 Kilometer entlang Autobahnen und Schnellstraßen E-Ladestationen mit mindestens 50 kW vorhanden, die in einer Stunde ca. 250 weitere Kilometer laden können. Meist gibt es auch noch Ladestecker mit weit über 50 kW ,womit man noch schneller laden kann. Und zwischendurch beim Autofahren einmal eine kleine Pause einzulegen schadet auch der Konzentrationsfähigkeit nicht.

 

Insgesamt gibt es in Österreich rund 4000 normale Ladestationen und ca. 800 Hochleistungs-Ladestationen, diese Zahl wird jedoch in den nächsten Jahren mit Gewissheit weiter steigen.

 

Hohe Kosten

Viele Leute behaupten, dass Elektroautos nur etwas für Menschen mit Geld sind. Doch das stimmt nicht. Der Betrieb eines E-Autos kostet in Österreich Im Jahr 2020 ca. 720 Euro. Vergleichbare Verbrenner kommen da auf einem Wert von ca. 670-680, je nachdem, ob es Diesel oder Benzin ist.

 

Jedoch sollte man sich von diesen Zahlen nicht täuschen lassen, vor allem, weil die Kosten von Jahr zu Jahr immer günstiger werden. Im Vorjahr lagen die Kosten von Elektroautos noch bei 850 Euro.

 

Wenn man jedoch noch die staatliche Förderung hinzu nimmt, dann kommt man im Jahr 2020 auf einen Wert von 620 Euro und man ist somit günstiger als ein Diesel- oder Benzin-Auto. Außerdem werden Bremsen nicht so viel abgenutzt, da man oft mit dem Motor bremst, da dieser so auch Energie zurückgewinnen kann.

 

Über Elektro-Autos sind noch immer viele Mythen oder Halbwahrheiten im Umlauf. Doch Elektro Autos sind CO2-neutraler, oft kostengünstiger und leiser als Verbrenner-Autos.

 

Die langen Ladezeiten sind oft kein Problem, weil die meisten Menschen Ihre E-Autos von Zuhause aus laden und nur selten lange Strecken zurücklegen werden, auf denen es keine Ladestationen gibt.

 

Man muss auch noch bedenken, dass Elektro-Autos mit der Zeit immer günstiger werden und auch mehr Reichweite bekommen werden.