Erika Fuchs - Erfinderin der Comiclaute

von Emma Gamper

"Ächz", "Platsch", "Plumps" oder "Grübel", diese Laute kann man in einem Donald Duck - Comic lesen, sobald man die erste Seite aufschlägt. Anhand dieser Worte erkennt der Leser sofort, wie sich die jeweilige Figur fühlt oder benimmt. Allerdings war das nicht immer so. Erst in den 1950er Jahren erfand die Übersetzerin Erika Fuchs diese Ausdrücke, die die "Lustigen Taschenbücher" so besonders machen.

 

"Dem Ingeniör ist nichts zu schwör" -  das ist das Motto von 'Gyro Gearloose', uns bekannt als Meistergenie 'Daniel Düsentrieb'. Warum der Ingeniör von Erika umbenannt wurde? Sie fand deutsche Namen für die Entenfamilie einfach besser als die aus dem Englischen. So verpasste sie zum Beispiel  der Hexe 'Magica de Spell', was richtig übersetzt "Magie des Zaubers" heißt Gundel Gaukeley. Der allseits bekannte Fantastilliardär Dagobert Duck behielt seinen Beinamen "Geizhals" im Englischen wie auch im Deutschen.

 

Die Geschichten, die dem Stift von Carl Barks entsprang, bekamen einen neuen 'Flair' mit Goethe - oder Schillerzitaten, Ausdrücken aus der freien Fantasie von Erika Fuchs und Lautmalereien.

 

2005 verstarb die talentierte Übersetzerin der Entenhausen - Familie im Alter von 98 Jahren. Alle Autoren, die die beliebten Comics verfassen, nehmen ihre Schreibweise auf, und machen so die Geschichten interessanter.