Essen wir pro Woche eine Kreditkarte?

Von Lorenz Kartusch

Mikroplastik: ein Problem, das die ganze, wirklich die ganze Welt betrifft. Kaum ein Fleck der Globusses ist von Mikroplastik verschont.

 

Egal ob in der Erde, in der Luft, in den Weltmeeren - überall befinden sich mikroskopisch kleine Plastikteilchen. Selbst ist in allen Formen von Lebensmitteln (z.B. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch...) und im menschlichen Körper wurde schon Mikroplastik nachgewiesen, und das in großen Mengen. Ein Forscherteam in der MedUni Wien hat den aktuellen Stand der Wissenschaft zusammengefasst. 

 

Mikroplastik gelangt aus den unterschiedlichsten Gründen in die Umwelt, wie zum einen oder anderen durch ungereinigtes zum Waschen verwendetes Abwasser, das in Gewässer geleitet wurde, durch Feinstaub aus Städten, aber auch aufgrund von Straßenabflüssen und Reifenrückständen. 

 

Durch die rücksichts- und verantwortungslose Entsorgung von überflüssigem Müll schneiden wir uns ins eigene Fleisch, denn durch das verschmutzte Grundwasser gelangt Plastik in unsere Lebensmittel. Obst soll mehr Mikroplastik enthalten als Gemüse, da die Wurzeln der Pflanzen tiefer in der Erde ragen. 

 

 Studien weisen darauf hin, dass Nanoplastik, welches kleiner als 0,001 Millimeter ist, wird im Magen-Darmdrakt aufgenommen wir und zu Veränderungen in der Zusammensetzung des Darmmikrobioms führen können.

 

Diese Veränderungen können zu Diabetes, Fettleibigkeit und chronischen Lebererkrankungen führen. Ungefähr sollen durch unsere Nahrungsaufnahme ca. fünf Gramm, also das Gewicht einer Kreditkarte, Mikroplastik in unseren Körper gelangen.

 

Aufgrund der starken Verschmutzung und der Entsorgung von tausenden Tonnen von 60% des produzierten Plastiks, das in der Umwelt landet, scheint uns das Gewicht von Plastik, das pro Kopf wöchentlich aufgenommen wird, realistisch.