Flutkatastrophe in Südafrika

von Tobias Minihold

 

 

Die Katastrophen nehmen kein Ende, Pandemie, Kriegsfolgen, Flut. In Südafrika hat sich in der Provinz KwaZulu-Natal das stärkste Unwetter seit einem Jahrhundert entladen. In der Region mit der Hauptstadt Durban sind in 48 Stunden zwischen 200 und 400mm Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das sind 50% des Niederschlags eines „normalen“ Jahres. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Doch die Folgen sind verheerend für Menschen und Umwelt.

 

Mehr als 40.000 Menschen wurden durch die Fluten obdachlos. Mehr als 400 Tote konnten bis dato offiziell erfasst werden. Immer noch sind Menschen vermisst. Die Bilder erinnern an die Flutkatastrophe rund um das Ahrtal: Überschwemmte Häuser, mitgerissene Autos und Erdrutsche, die ganze Straßen fortgespült haben. Anders als im Ahrtal trafen die Fluten nicht mehrheitlich auf befestigte Häuser, sondern vor allem informelle Siedlungen und Townships. Sie trafen die Most Marginalized am härtesten. Und sie treffen auf eine lange Vorgeschichte politischer Kämpfe und maroder Zustände.

 

Viele leben auch daher in – nun zerstörten – informellen Siedlungen, weil versprochene Wohnungsbauten nicht errichtet wurden.

 

Quelle: https://www.medico.de/blog/der-tag-danach-18597