Frei wie ein Vogel

von Niklas Waglechner

Alle Menschen wollen frei sein, manchmal wie ein Vogel. Sie wollen ihr eigenes Leben bestimmen, dem sozialen Druck der Gesellschaft trotzen, dass es ihnen gut geht und dass sie politische Rechte haben. So wie bei der Französischen Revolution, deren Motto war: "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit." 

 

Viele Menschen, vor allem Jugendliche, vergessen oft, dass Freiheit immer mit Verantwortung und Eigenständigkeit verbunden ist. Deine Eltern kümmern sich um dich. Du lebst im Glauben, dass du nicht frei bist wie die Menschen im damaligen Frankreich, die damals auch damit recht hatten. 

 

Wenn du älter bist, mit 18, willst du ausziehen, du willst dich eigenständig und unabhängig von deinen Eltern machen, du denktst: "Ich bin frei!". Aber was hast du für deine angebliche "Freiheit" aufgegeben? Du musst nun selbst waschen, kochen und putzen. Auch bist du einsamer, aber vielleicht gefällt dir das und nimmst alles auf die leichte Schulter.

 

Nebenbei brauchst du auch Geld für deine Wohnung und deinen Lebensstil. Du musst von Montag bis Freitag jeden Tag immer acht Stunden arbeiten gehen. Du bist ausgelaugt und kommst immer müder nachhause. Deine Freunde rufen dich oft an, du hast aber noch kaum Zeit für sie.

 

Du wirst immer dicker und öfter krank, da du nur wenig schläfst, keine Zeit mehr für Sport und Freunde hast und nur Fastfood isst. Nach einer Weile verlierst du deinen Job, weil du immer zu spät kommst und immer öfter krankgemeldet bist. Du wirst faul und ziehst wieder zu deinen Eltern.

 

Im damaligen Frankreich verlief es ähnlich: Die Menschen stürzten ihren König und erlangten Freiheit. Es herrschte Chaos und nach einer Weile wurde das Essen knapp. Es konnte keine Ordnung eintreten, da sich die verschiedenen Parteien, im echten Leben deine Emotionen, nicht einigen konnten und sich die ganze Zeit gegenseitig stürzten und umbrachten. Nach Napoleon kehrte das alte System wieder zurück. Sie und du gaben für ihre Freiheit viel.

 

Vielleicht probierst du es ein paar Monate später noch einmal und ziehst wieder aus. Du kennst jetzt, wie es ist "frei" zu sein. Du planst besser und setzt Grenzen. So schafften auch die Franzosen es wieder 1871 eine Demokratie einzurichten, die hielt. 

 

Freiheit ist wichtig, denn ohne sie ist es unmöglich ein glückliches Leben zu führen. In unserer Zeit wollen die Menschen aber immer mehr davon. Sie wollen in ihrem Leben alles selbst und allein bestimmen. Das führt zu Egoismus und Narzissmus, da das nicht geht. Unter dem Namen der Freiheit stellen sich diese Menschen über andere. Beispiele hierfür wären männerfeindlicher Feminismus und Rassismus.

 

Freiheit muss man nutzen, wenn man das nicht tut versinkt man schnell in der Sinnlosigkeit und Depression. Wir haben das Glück, dass wir in einer der reichsten Regionen der Welt wohnen. Wir können uns Faulheit leisten, aber wenn wir nicht handeln, dann schleicht sich ein Gefühl der Bedeutungslosigkeit ein. Wir sind zwar klein aber wir haben trotzdem Menschen, die sich für uns interessieren und sich um uns sorgen. Für sie sollten wir unsere Freiheit nutzen.