Inwiefern beeinflussen uns die Sozialen Medien?

Hannah Scheidl

Wir merken es nicht mehr, die sozialen Medien bestimmen unser Leben. 

 

Wir sind immer informiert:

Wir können ständig und überall Leute kontaktieren und wissen dank des Newsfeeds von Instagram immer über das Leben anderer bestens Bescheid. Und warum? Weil wir immer online sind. Vor dem Fernseher, auf der Couch im Bus oder in der Schule greifen wir reflexartig zum Smartphone. Soziale Netzwerke haben einen großen Einfluss auf unseren Alltag.

Dabei sind Missverständnisse von vorhergesehen.

 

Jeder hatte bestimmt schon mal einen Streit mit einem Freund oder einer Freundin weil einer eine Nachricht falsch verstanden hat. Wenn man miteinander schreibt und nicht miteinander redet, passiert das schnell. Bei einer Unterhaltung vermeiden wir automatisch diese Missverständnisse weil wir durch die Körpersprache den Ausdruck des anderen deuten können: Wie hat er das gemeint? Ist sie nun traurig? Macht ihn das glücklich? Ist sie jetzt sauer auf mich? Diese Fragen zu beantworten, wenn man das Gesicht des anderen nicht sieht, ist nicht einfach. „Ich bin nicht sauer“, schreibt die beste Freundin. Aber einen lächelnder Smiley kann man schnell abschicken. Wir wissen nicht ob sie nicht weinend vor dem Smartphone sitzt und getröstet werden möchte? 

 

Unsere Aufmerksamkeit wird zunehmend weniger: 

Wenn wird durch das neueste Feed von Instagram oder Facebook scrollen, nehmen unsere Augen und unser Gehirn innerhalb von Sekunden neuen Informationen auf. Bei Dingen, die wir gut finden, drücken wir auf „Gefällt mir“. Bei Dingen die uns nicht interessieren scrollen wir einfach weiter. Forscher fanden heraus, dass wir uns deswegen schwerer längere Zeit auf eine Sache konzentrieren können, zum Beispiel auf das Lesen eines langen Textes. Unsere Aufmerksamkeitsspanne nimmt ab. Um Informationen richtig zu verarbeiten, braucht das Gehirn Pausen.

 

Soziale Netzwerke machen süchtig:

Durch soziale Netzwerken sind wir konstant Veränderungen ausgesetzt – wir erhalten ständig neue Informationen oder müssen schnell auf Nachrichten reagieren. Jedes Mal gibt es vom Körper eine Adrenalinschub. Das bedeutet nicht nur, dass wir ständig angespannt sind. Adrenalin kann süchtig machen – und somit auch alle Sozialen Medien. 

 

Zum Schluss auch etwas Gutes:

Man lernt nette Menschen kennen, die man sonst vielleicht nie getroffen hätte. Man kann mit den Menschen kommunizieren, die man sonst kaum sieht. Trotzdem sollte man ab uns zu mal den Ausschalt-Botton drücken und sich Ruhe gönnen.