Jugendliche im Lockdown

Sebastian Pichler

Die Jugendlichen trifft dieser ewige Lockdown wahrscheinlich am meisten. Kinder zwischen 12 und 18 konnten immer raus und sich mit Freunden treffen und auf einmal werden alle innerhalb von einigen Wochen „eingesperrt“.

 

Anfangs war es für alle noch nichts Schlimmes. Wir konnten später auch die Schule von zu Hause besuchen und dies fanden zu Beginn nur wenige unangenehm. Schüler, die in eine neue Schule kamen, fingen als erste zu zweifeln an.

 

Danach die Höheren Schule und nun auch schon die Mittelschulen sowie Volksschulen. Wir können bis jetzt auch nur zwei von fünf Tagen der Woche die Schule besuchen.  Dieses Gefühl, dass man „in die Schule gehen kann“ aber keine Freunde treffen oder neue Freunde kennenlernen darf, macht viele fertig. In diesem Alter findet man sich normalerweise durch Veranstaltungen oder Feiern viele neue Freunde.

 

Das alles kann man mit Corona vergessen. Wie man auch über die Nachrichten erfährt, schaffen es viele Jugendliche psychisch nicht mehr. Und die Aussage: „Es ist mal etwas anderes und alle haben die gleiche Situation und können genauso nicht raus“, bringt den Jugendlichen nichts. Sie sind mit der Lage komplett überfordert und bekommen nicht selten Depressionen. Wenn noch Risikogruppen im Haus wohnen, muss man sich noch mehr von jeglichen Kontakten fernhalten.

 

Mir selber hilft es sehr, dass ich dreimal bis siebenmal in der Woche auf ein Training gehen kann und so auch viele Freunde und Volleyballkollegen treffe. Wir konnten auch ganz Österreich aufgrund der Turniere besuchen. Da ich auch in mehreren Ligen mitspiele, konnte ich schon in verschiedene Bundesländer fahren.