Koloss von Prora

Von Lorenz

Ein fünf Kilometer langer Komplex aus Ruinen von teils leerstehenden  Hotelblöcken: Prora. Die nationalsozialistische Organisation "KdF" ("Kraft durch Freude")  baute das unendlich lange Hotel zwischen 1936 und 1939, der Bau musste jedoch wegen des Ausbruch des 2. Weltkriegs abgebrochen werden.

 

Insgesamt sollten in den Blöcken 20. 000 Gäste gleichzeitig Urlaub machen. Jedoch wurde es zum Sperrgebiet und das riesige Hotel wurde zur Ruine. Heute dennoch dient es (seit 2018 als staatlich anerkannter Erholungsort angesehen) in viel kleinerer Form als Ferienressort. 

 

Geschichte und Bau:

1935 erwarb die KdF-Organisation riesige Strandflächen auf der Ostseeinsel Rügen. Den Auftrag der Errichtung bekamen insgesamt 10 Architekten, darunter auch Clemens Klotz.

 

Ein halbes Jahr später wurde mit dem Bau des Gebäudes  begonnen. Geplant war, bis zu 550 Meter lange sechsgeschössige völlig gleichen Bauten zu errichten und das nebeneinander.

 

Die Gäste hätten 2,25 Meter mal 4.75 Meter kleinen mit einem Mikrofon ausgestattete Zimmer mit zwei Betten und eine Zwischentür bekommen sollen. Auch offene beheizbare Liegehallen wurden errichtet. Bei Kriegsbeginn 1939 wurden die Bauarbeiten weitergehend gestoppt, jedoch kurze Zeit endgültig eingestellt. Zu dieser Zeit waren acht Blöcke fertig. Während des Krieges dienten manche Bauten als Ausbildungsstätte für wie z.B. Piloten.

 

Nach dem Krieg im Jahr 1945 wurden drei Blöcke durch massive Sprengungen bis auf wenige Segmente zerstört. Übrig blieben fünf dieser Blöcke, mit insgesamt einer Länge von 2,5 Kilometern. 2011 wurde eine Jugendherberge eröffnet und 2013 ein Zentrum mit Aussichtsturm gebaut. Außerdem wurden manche Teile von Blöcken vollständig renoviert und als Eigentumswohnungen verkauft, sodass man diese Gegend wieder besuchen kann.