Ministrantenmangel

von Mattias Winter

Der Mangel der Ministranten ist zur Zeit in vielen Pfarren ein Thema. Vor allem jedoch fehlen die Ministranten in den Gemeinden, in den Dörfern ist der Mangel noch nicht so groß.

 

Ich selbst bin schon seit 7 Jahren Ministrant in meiner Heimatpfarre. Ich darf mittlerweile den zweiten Pfarrer der Pfarre Schwarzenau und auch schon die zweite Leitung der Ministranten miterleben.

 

Das Alter, mit dem man als Ministrant aufhört, wird bei uns immer jünger. Zum Beispiel beenden jetzt schon viele nach 2 Jahren im Dienst der Kirche ihre Tätigkeit wieder. 

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich meinen Dienst in der Kirche beende, denn es macht mir immer noch Spaß. Ich bin auch schon seit 3 Jahren Kreuzträger, was bei uns in der Gruppe immer ein Highlight ist. Vor allem das Einschulen der jungen Ministranten macht mir Freude.

 

In den Zeiten des ersten Pfarrers, den ich miterleben durfte, war diese Tätigkeit bei uns sehr anstrengend, denn es war dreimal die Woche ein Gottesdienst und zu jedem mussten die eingeteilten Ministranten erscheinen. 

 

Früher durfte die Tätigkeit des Messdieners nur von Buben ausgeübt werden, das ist aber in der Pfarre Schwarzenau schon lange nicht mehr so. Aber trotzdem gehen uns die Ministranten irgendwann aus, denn es ist heutzutage keiner mehr bereit, den Dienst in der Kirche zu tun.

 

Besondere Ereignisse für Ministranten

Natürlich sind alle Feiertage im Jahr für Ministranten und die ganze Kirche besonders. Von den Feiertagen abgesehen sind natürlich die Heiligen 3 Könige und  das Ratschen etwas Besonderes. Denn bei diesen Feiern verdienen sich die Ministranten einiges an Taschengeld.

 

Leider müssen auch sehr oft Begräbnisse von uns Ministranten begleitet werden, was nicht so erfreulich ist, aber bei diesen gibt es meistens auch ein Taschengeld. Noch vor der Pandemie wurden wir bei einem Begräbnis oft auch zum Trunk eingeladen, wo wir uns mit den anderen Ministranten beim Essen über diverse Dinge unterhalten konnten.

 

Über meinen genauen "Lohn" möchte ich hier nicht berichten, aber der Dienst lohnt sich.