Südtirol

von Fabian Honeder

Ein Teil der Geschichte Südtirols begann gegen Ende des Ersten Weltkrieges, als Italienische Truppen das Gebiet besetzten und für sich beanspruchten. Mit dem Vertrag von Saint-Germain und der darauffolgender Republik Deutsch-Österreich fiel Südtirol an Italien. Seither gibt es viele Konflikte um das wohlhabende Gebiet.

 

Italianisierung Südtirols

Als 1922 Mussolini an die Macht kam und den Faschismus ankündigte, wollte er das Gebiet Südtirol und viele andere Gebiete Italianisieren. Unter anderem wurden deutsche Ortsnamen gegen italienische getauscht, Vor- und Nachnamen wurden ersetzt, deutsche Kindergärten oder Schulen wurden verboten, Italienisch zur einzigen Amtssprache erklärt und die Zuwanderung von Italienern nach Südtirol gefördert.

 

Option Südtirol

Dies war eine Wahl, die Südtiroler treffen konnten. Entweder nach NS-Deutschland emigrieren oder in Südtirol bleiben. In dieser Zeit gab es auch des Öfteren gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Leuten, die in Südtirol bleiben wollten und denen die Nach NS-Deutschland auswandern wollten. Letztlich entschieden sich nur ca. 75.000 Südtiroler nach NS-Deutschland auszuwandern.

 

Attentate in Südtirol

Der Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) war eine um 1950 gegründete terroristische Organisation mit dem Ziel, ein Selbstbestimmungsrecht für die Südtiroler Bevölkerung zu erlangen. Bei diesen rund 360 Attentaten starben mehrere Menschen, meist italienischen Ordnungshüter.

 

Die Autonomie Südtirols

Gemeinsam mit der Autonomie um 1972 kommen auch gewisse Hoheitsrechte im Bereich Finanzen, Verwaltung, Kultur, Sprache und auch viele andere Privilegien. Sie haben ein eigenes Steuersystem, wobei sie nicht so viel Geld an den Staat Italien abgeben müssen. Daher herrschen in Südtirol andere Steuerverhältnisse als in Italien. Unter anderem kann Südtirol auch selbst regionale Gesetze anordnen.

 

Heute hat Südtirol ca. 530.000 Einwohner, wobei ca. 62% der Einwohner aus dem deutschsprachigen Raum kommen und nur 23% aus dem italienischen Raum. Daher bat vor wenigen Jahren der Südtiroler Heimatbund, mit einer Petition gefordert, dass Österreich Südtirolern die doppelte Staatsbürgerschaft geben soll, doch in Österreich beachtete man dies eher weniger.