Selbstmordgedanken

von Fabian Honeder und Sebastian Pichler

Suizid ist bei Jugendlichen die zweithäufigste Todesursache, jedoch wird kaum darüber gesprochen.

 

Überforderung und Hilflosigkeit führen bei Jugendliche oft zu Suizidgedanken. Meist behalten sie diese für sich, obwohl mit jemanden über die Probleme zu reden, die beste Therapie wäre. Aber nicht nur Überforderung und Hilflosigkeit, sondern auch schwere Erkrankungen, Berufliche oder Schulische Probleme, Trennungen der Eltern oder andere Familiäre Probleme sind Ursachen für Selbstmord. Die Jugendlichen ziehen sich sehr oft zurück und hören sehr traurige Musik, dies führt oft zu Depressionen.

 

Alleine In Österreich sterben jährlich rund 1000 Menschen an Selbstverletzungen und Suizid.

 

Helfen würde es, mit Freunden, Eltern, Schulpsychologen oder anonymen Telefonberatungsstellen zu sprechen. Das Gespräch mit zuverlässigen Leuten kann die Suizidgedanken beziehungsweise Depressionen lindern, denn die Aufmerksamkeit ist das Wichtigste. Man braucht einfach Menschen, die dir zuhören und deine Probleme respektieren.

 

Suizidgedanken laufen in mehreren Phasen ab - bis hin zum tatsächlichen Selbstmord. In der ersten Phase wird ein Suizid in Betracht gezogen. Hier spielen Vorbilder eine große Rolle.

 

Im nächsten Abschnitt geht es vor allem um den Kampf zwischen Leben und Tod. Hier trifft man die Entscheidung und trägt viele Innere Kämpfe aus. Hier muss man die Signale, die der Suizidbetroffene abgibt, unbedingt wahrnehmen.

 

In der dritten Phase ist der Entschluss bereits getroffen und man wird immer ruhiger. Von der Außenwelt wird es oft so wahrgenommen, als ob die Probleme schon gelöst wären, dies ist jedoch selten der Fall.

 

In der vierten Phase vollendet man nun die Tat, hier ist es sehr schwer, Leute vom bevorstehenden Suizid abzubringen.

 

 

Suizid-Prävention

Es gibt eine Reihe Hilfseinrichtungen und Anlaufstellen für Menschen in akuten Krisensituationen. Unter www.suizid-praevention.gv.at findet man Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken.

 

Telefonische Hilfe gibt es auch bei:

 

Kriseninterventionszentrum (Mo-Fr 10-17 Uhr): 01/406 95 95, kriseninterventionszentrum.at

Rat und Hilfe bei Suizidgefahr 0810/97 71 55

Psychiatrische Soforthilfe (0-24 Uhr): 01/313 30

Sozialpsychiatrischer Notdienst 01/310 87 79

Telefonseelsorge (0-24 Uhr, kostenlos): 142

Rat auf Draht (0-24 Uhr, für Kinder & Jugendliche): 147

Gesprächs- und Verhaltenstipps: bittelebe.at

 

Hilfe für Menschen mit Suizidgedanken und Angehörige bietet auch der noch recht junge Verein „Bleib bei uns“. www.bleibbeiuns.at