Was machen Lehrer in ihrer Freizeit? (1)

von Sophie Müllner und Hannah Scheidl

Was war die lustigste Situation, sie im Unterricht erlebt haben?

 

Erika Koppensteiner:

Die Geschichte ist nun schon einige Jahre her.

In dieser Zeit hatten nur einzelne Kinder Wertkartenhandys, auch einer meiner Schüler (Florian) in meiner Klasse. Doch an diesem Tag fehlte er. Ich fragte die Schüler, ob sie wüssten, wo der Schüler sei. Nach einer Weile meldete sich ein Mädchen und gab zu, dass sie wusste, wo sich Florian aufhielte. Also rief ich den Schüler an und sagte, dass er bitte in den Unterricht kommen solle. Darauf antwortete der Junge: „Von wo wissen Sie, dass ich im Café Süd sitze?“ Ich sagte, er soll in den Unterricht komme. Als er kam, war er kreidebleich im Gesicht. Aber ich schimpfte nicht, weil ich dachte, dass er schon gestraft genug ist. Nach dem Unterricht bat er mich, nichts seinen Eltern zu erzählen bis zur Abschlussfeier. Auf der Abschlussfeier hat Florian es seinen Eltern gebeichtet und wir hatten einen Riesen-Spaß.

 

Margot Daniel:

Bei mir im Unterricht gibt es sehr oft sehr lustige Situationen. Noch gar nicht so lange her hat ein Schüler im Zeichenunterricht eine Zeichnung von letztem Jahr umgemalt und es so abgegeben.

 

Julia Prohaska:

Als Schüler der 4. Klasse sich auf den Overheadprojektorwagen gelegt haben und Flugzeug gespielt haben.

 

Was machen die Lehrkräfte in der Freizeit?

 

Erika Koppensteiner:

Ich arbeite gerne im Garten oder ernte Kartoffeln auf dem Feld. Ich treffe auch gerne Freunde oder faulenze.

 

Margot Daniel:

Ich gehe gerne in den Garten oder mache mit meiner Tochter Hausübung. Außerdem gehe ich gerne spazieren.

 

Julia Prohaska:

Ich beschäftige mich viel mit E-Learning und lese sehr gerne. Außerdem gehe ich gerne und viel spazieren. Eines meiner Hobbys im Winter ist auch das Skifahren und im Sommer Kajak fahren und Standup Paddeln.

 

Was nervt an Schülern am meisten?

 

Erika Koppensteiner:

Wenn Schüler unehrlich und unzuverlässig sind.

 

Margot Daniel:

Wenn man etwas erklärt und 3 Sekunden später wird die Frage wieder gestellt wird und Tratschen.

 

Julia Prohaska:

Wenn Schüler lügen oder unehrlich sind.

 

Sprechen sie über Schüler untereinander oder auch zu Hause?

 

Erika Koppensteiner:

Solche Sachen trage ich nicht nach Hause, weil ich Berufliches und Privates trennen möchte. Im Lehrerzimmer reden wir schon manchmal über Schüler, wenn sie frech waren oder Probleme mit dem Lernen haben.

 

Margot Daniel:

Im Lehrerzimmer sprechen wir schon über Schüler, aber nur wenn es sich um Probleme handelt oder Ärger.

 

Julia Prohaska:

Wir reden meist im Lehrerzimmer über Schüler, die Probleme mit dem Lernen haben oder Ärger bereiten.

 

Sind Schüler heute leistungsschwächer als früher?

 

Erika Koppensteiner:

Jein, sie sind reizüberflutet. Dadurch können sie sich nicht so gut konzentrieren. Ich finde, sie spielen viel zu viel auf ihren Computern und verwenden sie nicht als Arbeitsgeräte. Aber sie sind nicht dümmer, ihnen fehlt durch das Computerspielen die Zeit zum Lernen, das macht es ihnen schwer.

 

Margot Daniel:

Manche nehmen die Schule genau so ernst wie früher, aber manche nehmen sie auf die leichte Schulter.

 

Julia Prohaska:

Ich kann es sehr schwer vergleichen, weil ich noch nicht so lange Lehrerin bin und vorher in einer Brennpunktschule gearbeitet habe.

 

Warum sind Sie Lehrerin geworden?

 

Erika Koppensteiner:

Weil ich Kinder mag und gerne mit ihnen arbeite.

 

Margot Daniel:

Ich wolle früher gerne einen künstlerischen Beruf ausüben und da ich früher auch gerne Schule gespielt habe, bin ich Lehrerin geworden - und weil ich Schülern gerne bei Lernproblemen helfe.

 

Julia Prohaska:

Weil ich gerne mit Jugendlichen arbeite und ich ihre Entwicklungsschritte gerne verfolge. Außerdem ist es ein sehr abwechslungsreicher Beruf.