Wir und "Die"

von Niklas Waglechner und Maximilian Kastner

Wir Menschen unterscheiden immer in "Wir" und in "Die". Beim Fußball sagen die Fans: "Hoffentlich gewinnen wir", obwohl sie gar nicht mitspielen.


Auch wenn Menschen schlecht über andere reden sagen sie: "Die haben wieder das und das gemacht", oder bei Politikern, "Die machen alles schlecht!"

 

Oft sind Die unkonkret oder eine Masse von Dingen, Menschen oder Ländern. Man schafft und  pauschalisiert verschiedene Gruppen. "Alle Polen (Die) stehlen immer!" So kommt es zu Rassismus, Sexismus und sozialer Ausgrenzung.

 

Wir reden und urteilen über andere, ohne sie wirklich zu kennen.

 

So lästern vielleicht mehrere ältere Frauen über ihre junge Nachbarin, ohne je mit ihr wirklich geredet zu haben. "Ich habe gehört, dass..." oder "Ich habe ja nichts gegen sie, aber..." hört man oft. Ihnen ist langweilig und sie haben nichts mehr im Leben. Vielleicht kommen die Enkel einmal in der Woche. Statt aber über ihr eigenes Dasein nachzudenken und zu ändern, lästern, tratschen und spotten sie über Wildfremde.

 

Wir und Die sind uns sehr wichtig, da wir endlich zu einer Gruppe gehören und so soziale Kontakte knüpfen können. So versammeln sich unsoziale oder niedergeschlagene Menschen hinter gefährlichen und ausgedachten Ideologien. Die Flatearth-Theorie, Klux Klux Klan und Scientology sind hierfür einige Beispiele. Sie schädigen andere Menschen und ihre Anhänger. In Sekten und Kriegen wird auch in Wir und Die, also die Außenseiter oder die Gegner unterschieden.

 

Aber warum unterscheiden wir in Wir und Die? Wir machen das, weil wir sonst völlig verrückt werden würden, denn die Welt und unsere Sinneseindrücke sind zu viele, als dass wir sie alle verarbeiten könnten. Es ist besser, alle Menschen aus Syrien oder Arabien als radikale Islamisten und Attentäter abzustempeln als sich mit der Geschichte des Einzelnen auseinanderzusetzen. Die Welt ist zu komplex und wir erstellen unsere eigenen Weltbilder und Welten.

 

Ohne Die gäbe es auch keine Gemeinschaft. Ohne Gut gäbe es kein Böse und umgekehrt. So auch bei Wir und Die, da wir für eine Gemeinschaft eine Abgrenzung brauchen. Diese Abgrenzung kann Freundschaft, Staatsangehörigkeit, Religion oder was auch immer sein.

 

Abschließend kann man sagen, dass das Unterscheiden in Wir und Die gewisse Vor- und Nachteile mit sich bringt. Auf der einen Seite kommt so Rassismus und Ausgrenzung zustande und auf der anderen Seite können wir durch dieses Schubladen-Denken erst uns richtig in der Welt zu recht finden.