Zypern: Ein geteilter Staat

von Niklas Waglechner und Thomas Traunfellner

Am 16. August 1960 wurde der Inselstaat, Zypern, von dem Vereinigten Königreich in die Unabhängigkeit entlassen. Seit dem ist Zypern Schauplatzt von Konflikten und Auseinandersetzungen und so kam es, dass das Land im Sommer 1974 in einen Nord- und in einen Südteil zweigeteilt wurde. Aber wie und warum kam es zu dieser Teilung? Und was ist dort überhaupt los, auf dem Inselstaat?

 

Nun um die Fragen zu beantworten, muss man sich die Geschichte des zweigeteilten Landes einmal genauer anschauen. Schon im zweiten Jahrtausend vor Christus wurde die Insel von den Phöniziern, ein griechisches Seefahrervolk, besiedelt. Nach dem Zerfall dieses Reiches ging es in römische bzw. byzantinische Herrschaft über. Als dann im 15. Jahrhundert die Osmanen das oströmische Reich endgültig eroberten, ging auch die Insel in den Besitzt des Großreiches. Später, nach dem ersten Weltkrieg, wurde dann Zypern Teil des britischen Empire.


Knapp drei Jahrzehnte danach zerfiel das Empire und Zypern wurde am 16. August 1960 die Eigenstaatlichkeit entlassen. So war der Grundstein für die in diesem Text genannten Streitigkeiten gelegt. Der Zypernkonflikt nahm seinen Lauf. Vierzehn Jahre nach der Entlassung aus dem britischen Reich marschierten nämlich die Griechen auf der Insel um diese in besitzt zu nehmen. Prompt darauf schickte auch die Türkei 30.000 Soldanten in den Nordteil des Landes, um die "türkische Kultur in Zypern", so der damalige türkische Präsident, " vor der Asimilierung durch die Griechen zu schützten", was wahrscheinlich nur ein Vorwand war, um den Anspruch auf Zypern geltend zu machen.

 

Wenige Wochen nach der Besetzung wurde dann im Norden die türkische Republik Nordzypern ausgerufen und im Süden der von Griechenland besetzte wieder freigelassen. Seit dem gibt es Streit um die Insel und Streit zwischen den zwei Schutzmächten Türkei und Griechenland. Aber auch Bobenattente von Organisationen wie von der EOKA (Nationale Organisationen zypriotische Kämper) sorgen für großen Tumult und Beunruhigung.


All dies führte in den letzten Jahren wieder zu Konflikten im Mittelmeerraum, denn beide der Schutztmächte beanspruchen Rund um Zypern die Bohrrechte an Erdgas. Deshalb fanden im Sommer 2017 wieder Verhandlungen zwischen dem Norden und dem Süden bzw. zwischen der Türkei und Griechenland statt, die aber wegen den großen Meinungsverschiedenheiten zu keinen richtigen Erfolgen führten. 

 

So sieht es am heutigem Tage aus und ich hoffe, dass das Land wieder zu einem großen Zypern und zu einem Staat wird, der ohne irgendwelche Konflikte oder größeren Auseinandersetzungen auskommt.